Ohrakupunktur

Die Entdeckung der Reflexzonen in der Ohrmuschel erfolgte weitgehend unabhängig von der Körperakupunktur.  Dennoch folgt die Ohrakupunktur ähnlichen Prinzipien.  Nur sind es hier nicht die Körpermeridiane, entlang denen die Lebensenergie Qi stimuliert wird, sondern die entsprechende Reflexzone des betreffenden Organs. 

 Ohrakupunktur wird vor allem im Rahmen einer Allergiebehandlung und zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen (Streß!) eingesetzt. Doch auch andere Beschwerden, vor allen Dingen Rücken- und Gelenkbeschwerden lassen sich positiv durch die Nadelung beeinflussen. Gute Dienste leistet die Ohrakupunktur zudem in der Suchtbehandlung. 

 

Ablauf: An erster Stelle steht ein Gespräch über die aktuellen Beschwerden. Im Anschluß daran tastet der Therapeut mit einem stumpfen Gegenstand die Ohrmuschel ab und wählt so die Punkte für die Nadelung aus. Diese werden dann mit einer dünnen Nadel punktiert. Da die Ohrmuscheln nicht über so viele Nervenzellen verfügen, wie andere Hautbereiche, ist dieser Vorgang ist in aller Regel nicht schmerzhaft, allenfalls beim Einstechen kann ein Kribbeln empfunden werden.

 Normalerweise werden nicht mehr als 3, höchstens 5 Nadeln gleichzeitig gelegt, welche dann etwa 15-20 Minuten liegen bleiben. Je nach Beschwerdebild können Folgebehandlungen erforderlich werden. In bestimmten Fällen kommen auch Dauernadeln zum Einsatz, die mehrere Tage im Ohr verbleiben. 


Wirbelsäulentherapie nach Dorn/Breuß

Die Häufigkeit von Beschwerden, die auf Fehlstellungen der Wirbelsäule zurückzuführen sind, hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Fast ein Drittel aller Menschen in Deutschland gibt an, häufig unter Rückenschmerzen zu leiden. Doch auch Beschwerden an anderen Organen, wie Migräne oder unklare Bauch- und Unterleibsschmerzen lassen sich in den meisten Fällen auf Fehlstellungen des Bewegungsapparates zurückführen.
Die Dorn-Breuß-Methode behandelt Fehlstellungen an der Wirbelsäule nicht durch manipulative Überdehnungen wie etwa die Chiropraktik, sondern sie macht sich zum "Einrenken" verschobener Wirbelkörper die physiologische Gehbewegung des Patienten zu Nutze. Dadurch kann mit relativ geringem Aufwand eine oftmals frappierende Verbesserung selbst jahrelang bestehender Beschwerden erreicht werden.

Ablauf: Nach einem Gespräch über die aktuellen Beschwerden und deren Entstehung erfolgt zunächst eine Diagnostik und gegebenenfalls Korrektur etwaiger Beinlängendifferenzen, eine häufige Ursache von Beschwerden des Stützapparates. 
Anschließend folgt die Dorn-Therapie, bei der der Patient leicht erhöht steht und mit Arm bzw. Bein eine schwingende Bewegung macht, wie sie auch beim Gehen erfolgt. Währenddessen übt der Therapeut einen bestimmten Druck auf die Dornfortsätze der Wirbelkörper aus, bis diese allein durch die Bewegung der Wirbelsäule wie von selbst in die Ausgangsposition zurückkehren. Dieser Vorgang erfolgt für den Patienten normalerweise schmerzfrei; allerdings kann nach der Behandlung eine Art Muskelkater auftreten, was ein Zeichen für die heilsame Wirkung der Dorn-Therapie ist.

Bei der anschließend zur Entspannung durchgeführten Breuß-Massage liegt der Patient auf dem Bauch, während der Therapeut durch gezielte Massagebewegungen die Muskulatur und das Bindegewebe um die Wirbelsäule stimuliert. Der Abschluß besteht in einer sogenannten „Magnetisierung" durch das Auflegen von Seidenpapier, was eine wohltuende Wärmeentwicklung verursacht. Bei der ersten Anwendung wird im Regelfall die Breuß-Massage vor der Dorn-Therapie eingesetzt.